Ein tief verankertes Denkmuster lautet: Was ich heute erlebe, ist die zwangsläufige Wirkung einer Ursache in meiner Vergangenheit. Das klingt einleuchtend, führt aber in eine Sackgasse – denn die Vergangenheit lässt sich nicht mehr ändern. Wer so denkt, macht sich zum Endpunkt einer Kausalkette, an der er nichts mehr drehen kann.
Schmidt widerspricht entschieden: Erleben wird in jedem Moment neu und von innen erzeugt; die Vergangenheit lädt ein, aber sie diktiert nicht. Genau dieser Unterschied entscheidet darüber, ob Veränderung überhaupt vorstellbar wird.
