Unser Gehirn ist darauf geeicht, Gefahren besonders zu beachten. Endlose, algorithmisch belohnte Nachrichtenströme bedienen genau diesen Negativitäts-Bias: Man scrollt weiter durch schlechte Nachrichten, obwohl es sich schlecht anfühlt.
Das hält das Bedrohungssystem in Daueralarm und ist mit mehr Angst, Pessimismus und Schlafstörungen verbunden. Informiert sein ist wichtig – doch der Dauerkonsum von Bedrohung informiert nicht besser, er zermürbt nur. Auch der Blick auf die Welt braucht Grenzen.
