Wo sozialer Rang sichtbar und wichtig ist, entsteht Statusangst: die dauernde Sorge, zurückzufallen oder nicht mitzuhalten. Sie mindert Zufriedenheit selbst bei objektiv gutem Lebensstandard, weil nicht das Absolute zählt, sondern der Abstand zu anderen.
Forschung zeigt, dass ausgeprägte Ungleichheit in einer Gesellschaft mit mehr Angst, Misstrauen und Statusstress einhergeht. Der Wettlauf um Position ist einer, den man nie endgültig gewinnt – und der den Blick für das verstellt, was das eigene Leben trägt.
