Klima, Kriege, wirtschaftliche Unsicherheit, Nachwehen der Pandemie – die Krisen der Gegenwart überlagern sich zu einer Polykrise, die als diffuses Grundrauschen von Bedrohung erlebt wird. Besonders jüngere Menschen berichten von Zukunfts- und Klimaangst.
Verschärft wird das durch eine geringe Toleranz gegenüber Ungewissheit: Der verständliche Wunsch, die Zukunft abzusichern, ist in einer grundsätzlich offenen Welt nicht erfüllbar und bindet viel Kraft. Handlungsfähig bleibt eher, wer Ungewissheit aushalten lernt, statt sie beseitigen zu wollen.
