Unwillkürliche Reaktionen wie Angst, Wut oder Traurigkeit werden oft als Defekt erlebt: „Das ist blöd von mir.“ Man versucht, sie wegzudrücken oder wegzukämpfen – und verliert, weil das Unwillkürliche schneller und stärker ist als der Wille. Aus Angst wird so eine Angst vor der Angst, die sich selbst aufschaukelt.
Schmidt deutet solche Reaktionen dagegen als sinnvolle Botschaften über unerfüllte Bedürfnisse. Wer sie bekämpft, bekämpft einen Boten – und verstrickt sich in einen inneren Krieg, den niemand gewinnen kann.
