Innere Fallen

Perfektionismus & Fehlerangst

Perfektionismus verspricht Sicherheit – wer keine Fehler macht, kann nicht abgewertet werden. Tatsächlich verwandelt er den Alltag in eine ununterbrochene Prüfung, in der nichts je gut genug ist. Besonders belastend ist der sozial vorgeschriebene Perfektionismus: das Gefühl, andere erwarteten Makellosigkeit.

Metaanalysen zeigen, dass genau diese Form über die letzten Jahrzehnte deutlich zugenommen hat, parallel zu steigendem Leistungs- und Vergleichsdruck. Der Preis ist hoch: Aufschieben, Erschöpfung, Angst vor dem eigenen Ungenügen. Zufriedenheit setzt voraus, dass „gut genug“ wieder erlaubt ist.

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