Ein tragendes Gefühl von Sinn – ein Wozu – puffert Belastungen und gehört zu den stärksten Quellen von Wohlbefinden. In einer säkularen, stark individualisierten Welt fehlt vielen dieser Halt.
Schmidt beschreibt eine besondere Form der Sinnkrise: Zwei achtenswerte innere Werthaltungen – etwa Pflicht und eigener Sinn – bekämpfen sich, und der innere Kampf absorbiert alle Kraft. Was von außen wie Erschöpfung aussieht, ist oft dieser verdeckte Wertekonflikt. Kraft kehrt zurück, wenn die Parteien nicht länger gegeneinander, sondern in eine Ordnung zueinander finden.
